Evolve Bustin Pintail

Evolve Bustin Pintail Test

Macht süchtig! Mit dem Evolve Bustin Pintail Street cruist du 30 km weit, bergauf wie bergab, ohne einmal zu pushen. Das Pintail Street ist das leichteste E-Longboard mit klassischem Holzdeck, 35 km/h Spitze, lenkfreudigen Sidewinder Achsen und fetten 83er Wheels mit perfektem Grip. Preis: ab 1.220 €. Als AT Version geht´s sogar in rauheres Gelände.

Evolve Bustin Pintail

Evolve hat seinen Ursprung in Australien und baut die besten e-Longboards, die du für bares kaufen kannst. Das spiegelt sich in der Verarbeitung & Qualität der Komponenten, langen 2-Jahren Garantie, gutem Service sowie den besten Reichweiten und Geschwindigkeiten wider. Jüngstes und preislich günstigstes Mitglied bei Evolve ist das limitierte Bustin Pintail Street für 1.220 €, das wie alle Modelle bis zu 35 km/h schnell und bis zu 30 km weit fährt. Zum Vergleich: Das Top-Modell  Evolve Carbon Street (1.570 €) packt mit einer Akkuladung bis 40 km.

Wie alle Modelle bei Evolve, lässt sich das Bustin Pintail als „Street-“ wie auch „All-Terrain-“ (AT) Version fahren bzw. mit dem optionalen Kit aus Luftreifen, breiteren Achsen, Motorriemen und -abdeckung relativ flink umbauen. Mit den großen Luftreifen fährst du dann ebenso locker über Kopfsteinpflaster, Schotter, Wald- und Wiesenwege. Der Topspeed bleibt gleich, die Reichweite verkürzt sich aber aufgrund des höheren Gewichts und der Reibung auf etwa 20 km, bis der LiPo-Akku wieder geladen werden muss. Ich fand den Gedanken sehr reizvoll, überall da langzubrettern, wo man auch mit dem Fahrrad fährt – und habe mich daher für das Bustin Pintail Street 2in1 (1.570 €) entschieden. Dieses Review beschäftigt sich mit der Street Version. In einem gesonderten Beitrag gibt´s was zum AT-Umbau & den Erfahrungen beim Gelände-cruisen.

Optik & Verarbeitung: topp!

Evolve Boards für Deutschland, Österreich, Schweiz und die Niederlande kannst du über den Online-Store www.evolveskateboards.de  ordern. Hierüber laufen auch Beratung & Service. Die Lieferung war bei mir schon nach 2 Tagen da. Das Bustin Pintail kam komplett montiert in einem stabilen Karton und war zusätzlich in dicke Luftpolsterfolie mehrfach eingewickelt. Beim auspacken fielen mir direkt die großen und wunderschönen Wheels auf (ich habe mich für die ABEC 11 Flywheels, 83mm, 78a entschieden) und die genialen, sehr stabil gebauten Sidewinder-Achsen mit doppelten Bushings, die trotz breiter Achsen enge Kurvenfahrten ermöglichen. Ich mag die klassische
Pintail-Form mit spitzer Nose und abgerundetem Tail sowie die ursprüngliche Optik des Bustin Decks mit klar übersprühtem Griptape sehr. So wirkt das Board auf den ersten Blick trotz modernstem Unterbau wie ein klassischer Cruiser.

Das helle Deck mit längs aufgelegten dunklem Furnier & Bustin NYC Emblem gefällt und besteht aus 7 Lagen kanadischem Ahorn. Es hat leichten, angenehmen Flex und ist etwas Concave, also die Seiten ein wenig nach oben gewölbt, was einen sicheren Stand gibt und das „in die Kurven drücken“ erleichtert. Das Deck ist 38″ lang (96,5 cm), 9,2″ breit (23,4 cm).

Die Sidewinder-Achsen sind topmount montiert. Die Wheelbase (Abstand der Achsen zueinander) beträgt 26,65″ (67,7 cm). Die Rollen drehen auf hochwertigen Keramik-Kugellagern. Viele schwören ja mehr auf Stahl Kugellager, die geringeres Lagerspiel haben sollen. Doch das trifft, denk ich mal auf günstigere Komponenten zu, die Evolve so oder so nicht verbaut. Hier passt alles zusammen und ist aufeinander abgestimmt. Der 350 Watt Motor sitzt auf einem angewinkelten Alu-Motorträger. Ein Riemen treibt ein Rad des e-Longboards an. Motor wie Akku & Elektronik sitzen in vor Staub u Feuchtigkeit geschützten Gehäusen. Kabel & Anschlüsse sind sauber verlegt und stabil ausgeführt. Richtig cool: Auch die Board-Unterseite hat noch Dekor und ist farblich auf die grünen ABEC Flywheels
Rollen abgestimmt.

Insgesamt gefällt mir die Optik bis auf 2 Details sehr gut:

  1. Ich wünschte mir den Tail hinten etwas breiter und ein Stück über den Motor ragend, so dass er nicht direkt zu sehen ist. Dann müsste man vermutlich aber Wheelwells oder Cutouts im Deck haben um die Achsen nicht höher setzen zu müssen.
  2. Achsen und Akku sind von oben durchs Deck verschraubt. Kein Ding, nur statt der hell verchromten Schrauben werd ich mir diese farblich deckend bemalen oder Schraubkappen aufsetzen. Ich möchte mir die klassische Retro-Optik bewahren.

Aufladen, koppeln losbrettern!

Da Evolve das Pintail fertig montiert und eingestellt geliefert hat, sind für die erste Fahrt nur noch zwei Dinge zu tun:

  1. Handsender & Board aufladen
  2. Handsender mit Board koppeln

Das Aufladen geht kinderleicht: Alles an die mitgelieferten Ladegeräte anstöpseln und warten, bis die LED von „rot“ auf „grün“ wechselt. Wenn ich etwas verbessern müsste, würde ich statt einer LED in einer nächsten Version einen mehrsegmentigen LED-Ladebalken verwenden (zB 5 LEDs), der später beim fahren leicht zur Kontrolle des Akku-Zustands dienen kann. Der Handsender muss einmalig mit dem Board gekoppelt werden. Das ist flink erledigt und schon kanns losgehen…

Cruisen: Absolut genial

Der Handsender ist via Bluetooth mit dem Board verbunden und hat zwei Knöpfe und einen Finger-Abzug, der zum gasgeben und bremsen dient. Kurzes drücken schaltet den Sender ein, längeres drücken schaltet ihn aus. Das Board kann in zwei Geschwindigkeitsmodi gefahren werden: Modus 1 für langsames cruisen bis max 20 km/h. Modus 2 durch nochmaliges kurzes drücken des An/Aus-Knopfs bis 35
km/h. Das umschalten geht auch während der Fahrt.

Anrollen geht am einfachsten durch einfaches pushen und sanftes gasgeben mit dem Trigger. Die Beschleunigung des Boards ist super – ebenso wie das abbremsen … daher solltest du dir gleich angewöhnen, niemals ruckartig durchzudrücken und das Board zwischendurch ohne Gas rollen zu lassen. Unbedingt vorausschauend fahren und den Speed rechtzeitig verringern. Die Bremse wirkt so, dass die Bremswirkung umso direkter ist, je schneller du rollst.

Carven macht mit dem e-Longboard so richtig Laune. Sind die Rollen einmal eingefahren und die Achsen auf Körpergewicht und deine Fahrweise eingestellt, willst du nicht mehr absteigen. Die Rollen haben perfekten Grip und die Sidewinder-Achsen reagieren weich aber stets mit gutem Kontrollgefühl. Leichtes carven geht schon mit wenig Druck durch Fußballen und Hacken … bei etwas höheren Geschwindigkeiten macht es richtig Laune, breit zu carven und sich richtig reinzulehnen. Da kommt echtes Surf-/Snowboard-Feeling auf und bis auf die Laufgeräusche der Rollen hörst du vom Elektromotor allenfalls ein leises säuseln. Wirklich kein Vergleich zu anderen
e-Longboards. So Billig-Teile wie das yuneec e-go hörst du bereits aus 10m Entfernung. Und dennoch ist es gut, auch ein gewisses Geräusch des Riemens zu haben. Zum einen entwickelt du so ein gutes Gefühl mit welchem Speed du grad fährt. Zum anderen immer auch mal bewusst hinhören, ob die Einstellungen passen und der Riemen zB nicht verdreckt ist. Das Sitten hörst du dann nämlich – und ich empfehle auch, den Riemen und die Zahnräder regelmäßig zu säubern, bevor er reisst. Das ist mir anfangs einmal passiert. Bergab bei einigem Speed. Da merkst dann auch ganz schnell, dass du ein so schweres Board – wenn es einmal rollt – so schnell und leicht nicht Fuß gebremst bekommst.
Davon abgesehen: Mit dem Evolve ziehst du locker an Fahrradfahrern vorbei, die sich anschließend wundern, wie du ohne Schwung zu holen so lange rollen kannst. Und dabei carvst du ganz lässig und kannst jederzeit noch ne Schippe drauflegen.


Langbrettern Tipp: Einen kabellosen Lautsprecher wie den quadratischen, kompakten Sony SRS-X11 mit Klett auf der Nose befestigen. Lieblingsmucke vom Handy abspielen und im Rhytmus carven. Ein lässig geniales Freiheits-Gefühl ,-)


 

Mein persönliches Fazit

Das Evolve Bustin Pintail Street ist ein absoluter Spaßcruiser und jeden Euro wert. Definitiv eines der besten, zudem leichtesten und leisesten e-Longboards mit sehr guter Reichweite und krassem Topspeed. Der Mini-Handsender schmiegt sich angenehm und kaum sichtbar in die Hand. 

weitere Infos: 

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